Rose

Die Rose gilt als "Königin der Blumen", denn sie vereint eine elegante Blütenform mit kräftigen Farben und einem unvergleichlichen Duft.
  • Geschichte:
    Rosen sollen schon vor knapp 5.000 Jahren in China angepflanzt worden sein. Sicher ist, dass der chinesische Philosoph Konfuzius vor 2.500 Jahren über große Rosengärten in den kaiserlichen Parks von Peking berichtete. Gut 500 Jahre später begannen die Chinesen, Rosen zu veredeln. Ende des 18. Jahrhunderts kamen die ersten dieser China-Rosen nach Europa. Damals gab es hier nur Rosensorten, die einmal im Jahr blühten und sehr intensiv dufteten. Vor allem in der Nähe von Paris wurden große Mengen dieser so genannten Alten Rosen angepflanzt. Nun begann man, aus den Alten und den China-Rosen Mischformen zu züchten. So entstand 1867 die erste moderne Rose, die berühmte "La France".

    Moderne Rosenarten blühen monatelang und wachsen nicht verzweigt und dicht, sondern aufrecht. Doch die neuen Sorten haben auch Nachteile. Es gibt nicht so viele verschiedene Formen wie bei den Wildrosen, und sie duften oft nur sehr schwach. Daher pflanzen immer mehr Rosenliebhaber "englische Rosen" in ihre Gärten. Sie sollen schön geformt und aufrecht wachsen und trotzdem starke Farben und Düfte entwickeln. Inzwischen sind mehr als 30.000 Rosensorten gezüchtet worden. Es gibt Kletterrosen, die an Gerüsten oder Mauern wachsen, stattliche Strauchrosen und edle Einzelexemplare. Unzählige Rosenfans interessieren sich für neue Züchtungen, jeder von ihnen hat seinen ganz speziellen Favoriten.

    Eine der berühmtesten Rosen ist "Gloria Dei" (Ehre sei Gott). Sie kam 1945 gegen Ende des Zweiten Weltkriegs auf den Markt, in den USA wurde sie auf den Namen "Peace" getauft. Die Rose blüht mehrmals im Jahr, ist widerstandsfähig gegen Krankheiten, duftet leicht und hat große, gefüllte, gelbe Blüten. Die Gloria Dei soll mehr als 100 Millionen Mal verkauft worden sein. Sie wäre damit die meistgepflanzte Gartenrose. Wer Rosen mag, sollte eines der zahlreichen Rosarien besuchen. Damit bezeichnet man einen Park oder Garten, in dem viele unterschiedliche Rosensorten gepflegt werden.

  • Nutzung:
    Man kann Rosen auf viele verschiedene Arten nutzen. Zum einen erfreut es Auge und Nase, wenn man sie im Garten wachsen sieht und man ihren Duft genießt. Zum anderen kann man die Rosenblüten benutzen, zum Beispiel um daraus etwas Schmackhaftes zu machen. Probieren Sie eine Marmelade mit Rosenblüten – ein himmlischer Genuss.

    Doch auch für kosmetische Produkte werden Rosen eingesetzt – und das seit langer Zeit. Schon im frühen Persien soll Rosenöl hergestellt worden sein. Das duftende, ätherische Öl wird meistens aus den Blättern der Damaszenerrose gewonnen. Dabei ergeben rund 50 Kilogramm Rosenblätter knapp zehn Gramm Rosenöl.

    Rosenöl wird in Seifen, Shampoos, Cremes und Parfums verwendet. In erster Linie soll es durch seinen Duft beruhigend wirken. Umschläge mit Rosenöl pflegen die Haut. Rosenöl soll außerdem bei Menstruationsbeschwerden und Nervosität helfen. Die Aromatherapie setzt das wertvolle Öl unter anderem bei Schlafstörungen und Melancholie ein.

    Doch Vorsicht: Weil Rosenöl so aufwendig herzustellen ist, ist es teuer. Oft werden andere Öle untergemischt, manchmal wird Rosenöl auch gefälscht. Solche Öle können gesundheitsschädigend sein. Achten Sie daher darauf, eine naturreine, echte Rosenessenz zu kaufen.
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